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Sich selbst verstehen und führen lernen im Leaders Camp
„Wer sich selbst nicht zu führen versteht, kann auch andere nicht führen.“ Diese Aussage von Alfred Herrhausen, einst Vorstandssprecher der Deutschen Bank, hat Hutner Training inspiriert, im Leaders Camp neue Wege der Führungskräfte-Entwicklung zu gehen. Wir möchten unseren Teilnehmern Wege zur Selbst-Führung und Selbst-Findung aufzeigen. Wegbereiter ist der international renommierte Myers-Briggs Typenindikator (MBTI).
Was ist ein Typenindikator?
Ein Typenindikator beschreibt Persönlichkeiten mit ihren Stärken und Entwicklungspotenzialen auf eine wertschätzende und positive Weise. Im Gegensatz zu psychologischen Leistungstests ist jedes Ergebnis eines Typenindikators ein positives Ergebnis, das keinerlei Rückschlüsse auf Eignungen für Funktionen und Tätigkeiten zulässt.
Wie ist der MBTI entstanden?
Isabell Myers und Katherine Briggs haben den MBTI vor rund 50 Jahren entwickelt. Er basiert auf dem Persönlichkeitsmodell des berühmten Schweizer Psychoanalytikers Carl Gustav Jung. Keiner der heute gebräuchlichen Typenindikatoren ist wissenschaftlich so fundiert und international so weit verbreitet wie der MBTI.
Was beschreibt der MBTI?
Der MBTI beschreibt Persönlichkeits-Präferenzen in Form von Gegensatz-Paaren. Präferenz-Gegensätze lassen sich am besten mit einer kleinen Übung veranschaulichen:
Schreiben Sie Ihren Namen auf ein Blatt Papier. Recht einfach, oder? Nun nehmen Sie den Stift in die andere Hand und tun das Gleiche noch einmal. Fällt Ihnen das jetzt schwer? Gefällt Ihnen das Ergebnis nicht? Durchaus möglich! Schließlich haben Sie beim ersten Versuch den Stift in Ihre präferierte Schreibhand genommen. Beim zweiten Versuch mussten Sie Ihre nicht präferierte Schreibhand einsetzen.
So funktionieren auch die gegensätzlichen Persönlichkeits-Präferenzen des MBTI: Sie beschreiben zwei Aspekte des Verhaltens:
Zum ersten beschreibt er, wie sich Ihre Präferenz nach außen darstellt. Wie nehmen Sie normalerweise die Wirklichkeit wahr? Wie fällen Sie in der Regel Entscheidungen? Woher beziehen Sie meistens Ihre Energie? Wie gestalten Sie die meisten Ihrer Lebensbereiche? Wie reagieren Sie häufig unter Stress? Welche Kommunikationsstile bevorzugen Sie? Sicher ist Ihnen bereits beim Lesen aufgefallen: Sichere Aussagen beginnend mit „immer“ kommen nicht vor. Laut Carl Gustav Jung ist menschliches Verhalten vorhersehbar – mit Einschränkungen.
Deshalb müssen wir uns noch dem zweiten Verhaltensaspekt zuwenden, den der MBTI beschreibt: Wie stark ist die Präferenz ausgeprägt? Um noch einmal auf unser Beispiel mit den Rechts- und Linkshändern zurückzukommen: Es gibt Menschen, die können mit beiden Händen gleich gut schreiben. Andere dagegen bringen mit ihrer nicht präferierten Hand nur ein unleserliches Gekrakel zustande. Das zeigen auch die Ergebnisse des MBTI. Einige Menschen können zwischen zwei Verhaltenspräferenzen variieren, andere dagegen sind mehr oder weniger auf eine Verhaltenspräferenz festgelegt Was nicht heißt, dass Sie unter besonderen Umständen ein nicht präferiertes Verhalten einsetzen können. Allerdings wird sie dann das Ergebnis nicht zufrieden stellen. Fazit: der MBTI beschreibt Verhaltens-Präferenzen und zeigt so auf, wie wahrscheinlich das Auftreten einer Verhaltens-Präferenz ist. Sichere Vorhersagen lässt er nicht zu.
Was sind die Persönlichkeits-Präferenzen des MBTI?
Der MBTI beschreibt die menschlichen Funktionen Wahrnehmen und Entscheiden.
Bei den Wahrnehmungs-Präferenzen unterscheidet er das Empfinden und die Intuition. Wer die Empfindung präferiert, nimmt wahr, was realistisch und greifbar ist: Zahlen, Daten, Fakten. Empfindungs-Typen sind praktische Menschen, die auf ihre Erfahrung vertrauen. Wer dagegen die Intuition präferiert, achtet auf Beziehungen und Verknüpfungen zwischen Fakten. Intuitive Typen sind kreative Menschen, die ihrer Eingebung vertrauen, weniger den Zahlen, Daten und Fakten.
Bei den Entscheidungs-Präferenzen wird in Denken und Fühlen unterschieden.
Wer das Denken präferiert, achtet auf die logischen Konsequenzen seiner Entscheidungen. Denk-Typen sind analytische Menschen, die Normen und Prinzipien als Richtlinie ihres Handelns schätzen. Sie beziehen Energie aus der Analyse. Wer dagegen das Fühlen präferiert, achtet darauf, was für ihn selbst und für andere wichtig ist. Fühlende Typen fällen Entscheidungen, die auf ihren oder den Werten anderer beruhen. Sie beziehen Energie aus der Wertschätzung und der Unterstützung anderer.
Neben dem Wahrnehmen und dem Entscheiden beschreibt der MBTI zwei menschliche Einstellungen in Form von Präferenz-Gegensätzen:
Der erste Präferenz-Gegensatz beschreibt, wie Menschen ihre Energie beziehen. Der extrovertierte Typ bezieht seine Energie von außen, aus dem Umgang mit Menschen. Er ist gesellig, initiativ, und bespricht sich gerne mit anderen. Der introvertierte Typ dagegen bezieht seine Energie von innen, aus seinen Vorstellungen, Gedanken und Erfahrungen. Er ist eher zurückgezogen. Initiativ ist er nur, wenn ihm etwas wichtig ist, und er überlegt lieber alleine, als dass er sich mit anderen bespricht.
Das zweite Präferenz-Gegensatz beschreibt, wie Menschen ihr Leben gestalten. Der urteilende Typ möchte geplant und geordnet leben. Er strebt danach, sein Leben zu regeln und zu steuern. Deshalb hält er sich an Pläne und Zeitrahmen. Er bezieht Energie daraus, Dinge zu schaffen und zu erledigen.
Der wahrnehmende Typ dagegen möchte flexibel und spontan leben. Er strebt danach, das Leben zu erleben und zu verstehen, statt es zu steuern. Pläne und Entscheidungen empfindet er als einschränkend. Er bezieht seine Energie aus Einfallsreichtum und möchte deshalb neuem gegenüber stets offen bleiben.
Aus den zwei Funktions- und den zwei Einstellungspräferenzen ergeben sich zur Beschreibung der Persönlichkeit 16 Kombinationen von Präferenzen: vom introvertierten, intuitiven, fühlenden, wahrnehmenden Persönlichkeitstyp bis hin zum extravertierten, empfindenden, denkenden und urteilenden Persönlichkeitstyp, um hier nur zwei Beispiele von den 16 möglichen zu nennen.
Wie kann ich das Ergebnis des MBTI für mich nutzen?
Zum einen hilft mir der MBTI, mich selbst zu verstehen. Ich erkenne, warum ich in privaten und in beruflichen Situationen so und selten anders reagiere. Ich erkenne meine Stärken und meine Entwicklungspotenziale als Führungskraft. Ich erkenne, welches Verhalten mich unter Stress leitet.
Zum anderen lerne ich, Unterschiede in der Persönlichkeit verschiedener Menschen zu verstehen und zu würdigen. Ich lerne, unterschiedliche Persönlichkeiten erfolgreich zu motivieren und zu führen.
Wie können die Hutner Berater mich in diesem Erkenntnis- und Lernprozess unterstützen?
Der MBTI ist das international renommierteste Persönlichkeitsmodell. Nicht nur wegen der wissenschaftlich fundierten Typologie. Sondern weil weltweit jeder Berater, der den MBTI einsetzt, in einer Zertifizierung nachweisen muss, dass er höchsten Ansprüchen an die psychologische Beratung gewachsen ist. Selbst nach der Zertifizierung ist stete Weiterbildung in der Typenlehre und in der psychologischen Beratung Pflicht.
Selbstverständlich erfüllen Hutner Berater diese hohen Anforderungen. Im Leaders Camp können Sie darauf vertrauen, dass Sie, basierend auf Ihrem MBTI-Ergebnis, ein Optimum an Erklärung, Beratung, Coaching und Analyse erhalten. Ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen.
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